Veröffentlicht: 11. Dezember 2020

Unsere Vorgehensweise

16Analysierte Produkte

16Stunden investiert

4Studien recherchiert

78Kommentare gesammelt

Wer Teile einer Platine entlöten möchte, braucht dazu mehr, als nur einen Lötkolben. Oft macht sich das geschmolzene Zinn nämlich selbstständig und läuft die elektrische Platte herunter. Das kann zu Schäden an der Platine selbst, oder auch am eigenen Körper führen. Mit Hilfe einer Entlötpumpe kannst du das heiße Lötzinn schnell und effektiv absaugen.

Dabei sind nicht alle Entlötpumpen auf dem Markt von hochwertiger Qualität. Abhängig davon, wie oft und wie lange du lötest sind auch unterschiedliche Modelle für dich sinnvoll. Mit unserem Entlötpumpen Test 2021 wollen wir dir deine Kaufentscheidung erleichtern. Wir haben verschiedene Arten von Entlötpumpen verglichen und zeigen dir ihre Vor- und Nachteile.

Das Wichtigste in Kürze

  • Entlötpumpen gibt es in einer mechanischen und einer elektrischen Ausführung. Mechanische Entlötpumpen sind etwas umständlicher, aber günstiger. Elektrische kosten mehr, vereinen aber zwei Funktionen.
  • Entlötpumpen eignen sich für alle Menschen, die etwas technikaffin sind und die ein kaputtes elektronisches Gerät nicht sofort auf den Müll befördern wollen.
  • Wer sich eine Entlötpumpe zulegen möchte, sollte sich einen Moment Zeit nehmen und sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Besonderheiten von Entlötpumpen verschaffen.

Entlötpumpe Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Allround Entlötpumpe

Der Lötabsauger zum Entfernen von Lötresten von Gedore ist eine mechanische Entlötpumpe, mit der du langfristig und effektiv arbeiten kannst. Das Spannen und Auslösen der Entlötpumpe geht erstaunlich einfach und reibungslos, dank des gut geschmierten Innenlebens.

Auch die Reinigung verläuft ohne Probleme, denn das Gerät lässt sich leicht auseinander und wieder zusammenbauen. Sollte die hochwertige und hitzebeständige Teflonspitze tatsächlich einmal verschleißen, ist das nicht weiter schlimm. In dem Fall kannst du sie ganz leicht abmontieren und durch eine neue ersetzen.

Egal ob Saugkraft, Einfachheit der Reinigung oder Benutzerfreundlichkeit: Die Entlötpumpe zum Entfernen von Lötresten kriegt von uns in allen Kategorien volle Punktzahl. Ein äußerst langlebiges und hochwertiges Werkzeug.

Die beste elektrische Entlötpumpe

Bei der Entlötpumpe von Lamex handelt es sich um eine elektrische Entlötpumpe, bei der die Saugkraft durch Unterdruck erzeugt wird. Eine einfache Reinigung ist durch ein Herausnehmen der Pumpe möglich. Anders als bei mechanischen Entlötpumpen kombiniert dieses Werkzeug zwei Funktionen. Mit der beheizbaren Spitze kannst du das Lötzinn zunächst erhitzen. Sobald es flüssig ist, brauchst du einfach nur den Knopf betätigen und das flüssige Zinn wird abgesaugt.

Dank der beheizbaren Spitze kannst du sogar vollständig auf einen Lötkolben verzichten. Ein hervorragendes 2 in 1 Tool für schnelles und sauberes Löten und Entlöten.

Die beste Entlötpumpe für den kleinen Geldbeutel

Die antistatische Entlötpumpe von BIGtec ist eine mechanische Entlötpumpe, die sich besonders durch ihren günstigen Preis und ihrer leichten Anwendbarkeit auszeichnet.

Der obere Teil des Gehäuses besteht aus Plastik, während der untere Teil aus Leichtmetall gefertigt ist. Trotz ihres minimalen Gewichts von 40g ist die Entlötpumpe zu einer starken Saugleistung fähig. Die antistatische Teflonspitze ist äußerst hitzeresistent und das flüssige Lötzinn bleibt nicht an ihr kleben. Dank des geriffelten Griffs liegt das Gerät rutschfest in der Hand.

Wenn du nach einer guten Entlötpumpe zu einem kleinen Preis suchst, dann hast du mit der antistatischen Entlötpumpe von BIGtec ein optimales Werkzeug gefunden.

Kauf- und Bewertungskriterien für Entlötpumpen

Das Angebot verschiedenster Entlötpupen auf dem Markt ist groß und vielfältig. Dabei sind nicht alle Produkte gleich gut. Manchmal findet man auch ein hochwertiges Produkt, was aber nicht zu einem passt.

Damit dir das nicht passiert, haben wir dir im Folgenden einige Kriterien aufgelistet, anhand derer du dich orientieren kannst:

Nimm dir ruhig ein paar Minuten Zeit die verschiedenen Kriterien durchzugehen, um deine Entscheidung zu finden.

Saugleistung

Die Saugkraft einer mechanischen Entlötpumpe wird mit einer Schraubfeder erzeugt, die langfristig verschleißt. Je häufiger du die mechanische Entlötpumpe verwendest, desto schwächer wird die Feder und somit auch die Saugkraft.

Anstatt gleich eine neue Entlötpumpe zu kaufen, solltest du erst versuchen die Entlötpumpe gründlich zu reinigen. Oft reduziert sich das Problem damit bereits erheblich.

Für eine Aufbesserung der Saugleistung nach Gebrauch, lohnt sich eine gründliche Reinigung.

Du hast die Entlötpumpe gut gesäubert und die Saugkraft ist immer noch nicht zufriedenstellend? Dann solltest du entweder die alte Schraubfeder durch eine neuere ersetzen oder gleich eine neue Entlötpumpe besorgen.

Elektrischen Entlötpumpen erzeugen ihren Sog je nach Modell entweder durch eine motorgetriebene Vakuumpumpe oder durch den Anschluss an eine zentrale Vakuumversorgung. Bei beiden Varianten entsteht kein Verschleiß und die Saugleistung bleibt auch über Jahre konstant.

Die unterschiedliche Funktionsweise der beiden Arten von Entlötpumpen hat aber noch einen weiteren Aspekt: Die mechanischen Entlötpumpen müssen nach einem einmaligen Benutzen nochmal neu geladen werden.

Lade die mechanischen Entlötpumpen nach einmaliger Benutzung  neu.

Dadurch ist, nach jedem entlöten Pin, ein kleiner Zwischenschritt nötig. Besonders bei langen Arbeitszeiten und komplexen Platinen empfinden viele Nutzer diese Unterbrechungen als störend.

Eine elektrische Entlötpumpe ist auch hier komfortabler, denn das wiederholte Nachladen entfällt hier und du kannst flüssig durcharbeiten.

Einfachheit der Reinigung

Auch die Reinigung gestaltet sich bei den unterschiedlichen Modellen anders. So kann die mechanische Entlötpumpe nur sehr wenig Zinn speichern, was ein häufiges Entleeren notwendig macht.

Darüber hinaus kommt es bei dieser Art der Entlötpumpe auch häufiger zu einer Verstopfung der Öffnung. Oft muss dann das Gerät komplett auseinander genommen werden, damit man die Röhre reinigen kann.

Bei elektrischen Entlötpumpen wird das abgesaugte Lötzinn meistens direkt in einen geräumigen Lötzinnbehälter geleitet. Du musst also deutlich seltener die Entlötpumpe entleeren. Damit vereinfacht sich der Arbeitsprozess auch insgesamt.

Einfachheit der Anwendung

Elektrische und mechanische Entlötpumpen sind in ihrer Arbeitsweise etwas verschieden.

Die mechanische Entlötpumpe erzeugt selber keine Hitze. Um das Zinn zum Schmelzen zu bringen ist somit ein Lötkolben notwendig. Dadurch musst du das Entlöten mit der mechanischen Entlötpumpe auch immer zweihändig ausführen.

Oft kann man aber eine mechanische Entlötpumpe nicht einhändig nachladen. Damit bleibt dir nichts anderes übrig, als den Lötkolben zurück in die Halterung zu stecken, die Entlötpumpe mit beiden Händen nachzuladen und den Lötkolben wieder aus der Halterung zu nehmen. Erst dann kannst du den nächsten Pin bearbeiten.

Besonders bei komplexen Platinen, bei denen du viele Teile entlöten willst, addieren sich diese kleinen Arbeitsschritte und können den Entlötungsprozess sehr langwierig machen. Hast du wirklich nur ab und zu ein paar wenige Stellen zu bearbeiten? Dann ist die kleine Verzögerung der mechanischen Entlötpumpe nicht so gravierend.

Bei elektrischen Entlötpumpen ergibt sich dieses Problem nicht. Diese Art der Entlötpumpe übernimmt sowohl das Erhitzen, als auch das Absaugen des Zinns.

Du kannst die elektrische Entlötpumpe also gut einhändig bedienen und mit der freien Hand beispielsweise die Platine festhalten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Entlötpumpe kaufst

Zum Thema Entlötpumpen schwirren im Internet eine Vielzahl verschiedener Fragen umher. Die häufigsten davon haben wir für dich gesammelt und beantwortet. Hast du den folgenden Text durchgelesen, bist du bereits ein kleiner Entlötpumpenexperte.

Was ist das Besondere an einer Entlötpumpe und welche Vorteile bietet sie?

Wenn es darum geht eine Platine zu entlöten, bleiben einem im Wesentlichen zwei Optionen zur Auswahl. Entweder man verwendet eine Entlötlitze oder man greift auf die Entlötpumpe zurück.

Ein klares Urteil darüber, welches Werkzeug besser ist, können wir hier nicht fällen. Manche Nutzer schreiben der Entlötpumpe zu geeigneter für das Grobe zu sein. Die Entlötlitze sei eher für den Feinschliff. Insgesamt gilt aber: Beide Werkzeuge funktionieren.

Löten und Entlöten erfordert deine volle Konzentration. Eine zusätzliche Lichtquelle kann dir die Arbeit erleichtern. (Bildquelle: ThisisEngeneering RAEng / unsplash)

Wenn du eher ein Hobby-Handwerker bist und bereits einen Entlötkolben zu Hause stehen hast, dann ist eine mechanische Entlötpumpe oder eine Entlötlitze gut geeignet.

Falls nicht, könnte die elektrische Entlötpumpe für dich interessant sein. Eine Hitzequelle ist bei dieser Werkzeugart nämlich mit integriert und du musst nicht unbedingt einen Entlötkolben dazukaufen.

Welche Arten von Entlötpumpen gibt es?

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen mechanischen und elektrischen Entlötpumpen.

Mechanische Entlötpumpe

Die mechanischen Entlötpumpen sind besonders für das gelegentliche Entlöten gedacht. Sie ist insgesamt äußerst preiswert und schont den Geldbeutel eines jeden Hobbybastlers. Allerdings hat sie auch einige Nachteile.

Vorteile
  • gut geeignet für Hobbybastler
  • relativ günstig
Nachteile
  • häufiges Nachladen
  • auf Dauer umständlich
  • häufiges Reinigen und Entleeren

Bei der mechanischen Entlötpumpe musst du nach jedem Benutzen nochmal neu laden. Obwohl das Aktivieren der mechanischen Entlötpumpe einhändig funktioniert kann es gut sein, dass du zum Nachladen beide Hände benutzen musst. Das macht besonders lange Arbeiten etwas umständlicher.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass du dieses Werkzeug oft entleeren und häufig reinigen musst. Ein häufiger Gebrauch kann auch die Schraubfeder ausleiern und somit die Saugkraft verringern.

Das größte Manko der mechanischen Entlötpumpe besteht in ihrer Umständlichkeit. Zum Arbeiten muss man in der einen Hand den Lötkolben in der anderen Hand die Pumpe halten. Die Kunst besteht darin, dass Lötzinn schnell abzusaugen, bevor es erkaltet. Das erfordert etwas Fingerspitzengefühl.

Insgesamt ist das Gerät aber für den Hausgebrauch bestens gerüstet. Die meisten Nachteile entstehen erst, wenn du wirklich oft und lange löten willst.

Elektrische Entlötpumpe

Wenn das Löten und Entlöten bei dir bereits über den hobby-mäßigen Gebrauch hinausgeht, wäre es sinnvoll über eine elektrische Entlötpumpe nachzudenken. Mit diesem Werkzeug kannst du das Zinn sowohl erhitzen, als auch absaugen.

Vorteile
  • kann das Zinn sowohl erhitzen, als auch absaugen
  • einhändiges Arbeiten möglich
  • seltenes Entleeren
Nachteile
  • teurer als eine mechanische Entlötpumpe
  • weitere Steckdose notwendig

Der Arbeitsprozess gelingt einhändig und auch über den Verlust der Saugkraft musst du dir keine Gedanken machen. Normalerweise sind die elektrischen Entlötpumpen auch mit einem Lotzinnbehälter ausgestattet. Somit muss man deutlich seltener entleeren.

Für wen sind Entlötpumpen geeignet?

Eine Entlötpumpe eignet sich für jeden der zumindest ein bisschen elektronikaffin ist. Das Löten und Entlöten ist nach etwas Übung auch kein besonders schwieriger Vorgang und kann von jedem schnell erlernt werden.

Der Grund warum Löten bzw. Entlöten überhaupt einen Sinn ergibt, ist klar.

Hört ein elektronisches Gerät plötzlich auf zu funktionieren, ist die Fahrt zum Elektroschrottplatz bei vielen schon vorprogrammiert. Dabei sind meistens wenige Teile des Gerätes kaputt und entlöten kann helfen.

Nach dem Entlöten kannst du die kaputten Teile einfach von der Platine entfernen. Anstatt dir beispielsweise einen neuen Computer anzuschaffen, kaufst du dir einfach nur die richtigen Ersatzteile und lötest diese wieder an die Platine. Somit ist das Löten und damit auch eine Entlötpumpe ideal für alle geeignet, die Geld sparen wollen und gerne basteln.

Was kostet eine Entlötpumpe?

Generell ist eine Entlötpumpe sehr viel erschwinglicher, als oftmals angenommen wird. Dabei gibt es je nach Art und Qualität preisliche Abstufungen. Insgesamt kannst du eine mechanische Entlötpumpe schon ab ungefähr 3 Euro bekommen, teurere Modelle gehen bis zu etwa 25 Euro.

Art Kosten in Euro
Mechanische Entlötpumpe 3 – 25
Elektrische Entlötpumpe 10 – 35

Die elektrischen Entlötpumpen fangen bei einer Preisklasse um die 10 Euro an. Je mehr Extrafunktionen das Produkt liefern kann, desto teurer wird es. Eine elektrische Entlötpumpe um die 35 Euro befindet sich aber bereits am oberen Ende der Preisspanne.

Wo kann ich eine Entlötpumpe kaufen?

Eine Entlötpumpe kannst du in jedem Fachgeschäft und in den meisten Baumärkten erhalten. Darüber hinaus werden auch viele Entlötpumpen über Online-Shops verkauft. Die wichtigsten dieser Online-Shops sind dabei folgende:

  • Amazon.com
  • Ebay.com
  • Hornbach.de
  • Conrad.de

Willst du dir eine Entlötpumpe über einen Online-Shop bestellen, dann lies auf jeden Fall die Benutzerkommentare. So kannst du dir schon im Vorfeld ein besseres Bild davon machen, ob das Produkt qualitativ hochwertig ist und welche Dinge du beachten solltest.

Was sind die Alternativen zu einer Entlötpumpe?

Anstatt einer Entlötpumpe kannst du auch eine Entlötlitze verwenden, um das gelöste Zinn von der Platine zu beseitigen. Bei diesem Werkzeug handelt es sich um ein Band mit geflochtenen Kupferdrähten, welches man auf das zuvor geschmolzene Lötzinn hält.

Bei der Entlötlitze wird kein Sog durch einen Unterdruck oder eine Pumpe erzeugt, sondern man macht sich die natürliche Kapillarkraft zu Nutze.

Art Grundlegende Funktion
Mechanische Entlötpumpe Schraubfeder erzeugt einen Sog durch Unterdruck
Elektrische Entlötpumpe Saugkraft entsteht durch motorisierte Pumpe
Entlötlitze Kapillarkräfte ziehen das Lotzinn an

Ist das Band einmal mit Lötzinn vollgesogen, verliert es auch seine Kapillarkraft. In dem Fall einfach ein Stück neues Band nachziehen und erneut auf die zu bearbeitende Stelle halten.

Wie benutzt man eine Entlötpumpe?

Unabhängig davon, ob die mit einer elektrischen oder einer mechanischen Entlötpumpe arbeitest solltest du Schritt 1 und 2 immer durchführen bevor du entlötest.

Bei einer elektrischen Entlötpumpe:

  1. Markierung setzen: Bei großen Platinen kann es schonmal vorkommen, dass man den Überblick verliert. Markiere dir die gewünschte Stelle mit einem Filzstift. Oft passiert es, das man den falschen Pin entlötet.
  2. Neues Lötzinn auftragen: Trage nun etwas Lötzinn auf die verzinnten Stellen. Das neue Lötzinn hat einen niedrigen Schmelzpunkt; das bereits auf der Platine vorhandene Zinn besitzt einen hohen Schmelzpunkt. Das neue und das alte Zinn vermischen sich. Das Ergebnis: Auch die Schmelzpunkte gleichen sich an und du kannst mit weniger Hitze arbeiten.
  3. Elektrische Entlötpumpe aufsetzen: Setze die elektrische Entlötpumpe auf die verzinnte Stelle und vollführe kleine kreisende Bewegungen. Dadurch fühlst du, ob der Pin locker ist.
  4. Einsaugen: Spürst du den lockeren Pin unter der Entlötpumpe, ist das Zinn geschmolzen und du kannst absaugen.

Bei einer mechanischen Entlötpumpe funktioniert der Vorgang ein wenig anders. Nämlich wie hier beschrieben.

Bei einer mechanischen Entlötpumpe:

  1. Markierung setzen: Siehe oben
  2. Lötzinn auftragen: Siehe oben
  3. Entlötkolben ansetzen: Vorgeheizten Entlötkolben ca. 2 Sekunden lang an das Zinn halten, bis dieses flüssig ist.
  4. Entlötpumpe aufsetzen und absaugen: Ist das Zinn einmal flüssig, solltest du schnell die mechanische Entlötpumpe ansetzen und absaugen.

Vergeht zwischen schmelzen und absaugen zu viel Zeit, kann das Zinn bereits teilweise erkaltet sein und du verstopfst die Öffnung der Entlötpumpe.

Klingt komisch, ist aber so: Wer zuerst etwas Lötzinn auf die verzinnte Stelle gibt, kann danach besser entlöten. (Bildquelle: Bru-nO / pixabay)

Ist das Zinn noch teilweise mit dem Pin verbunden, wiederhole einfach den Vorgang. Ist der Pin nur unsauber entlötet gelingt das Abnehmen nicht mehr reibungslos und die empfindliche Technik kann Schaden nehmen.

Wie funktioniert eine Entlötpumpe?

Eine mechanische Entlötpumpe besitzt eine, meist aus Teflon bestehende, Kunststoffspitze, an der das Lötzinn nicht haften bleibt. Innerhalb des Zylinders befindet sich ein Kolben, der mit einer Schraubfeder versehen ist.

Über einen Hebel kann man die Feder zusammendrücken. Man sagt dazu, dass man die Entlötpumpe “lädt”. Somit wird ein Unterdruck erzeugt. Per Knopfdruck schnellt die Feder zurück und das flüssige Lötzinn kann eingesaugt werden.

Bei einer elektrischen Entlötpumpe ist die Entlötspitze meist aus Metall. Somit kann eine höhere Wärmeübertragung stattfinden. Die elektrische Entlötpumpe wird auf die verzinnte Stelle aufgesetzt, bis das Zinn geschmolzen ist. Ist das Material flüssig, kannst du mit einem Knopf die Vakuumpumpe aktivieren und das Zinn absaugen.

Manchmal haben elektrische Entlötpumpen aber auch ein Absaugsystem, das über eine Vakuumversorgung funktioniert. In dem Fall besteht der Auslöser oft aus einem Handtaster oder Fußpedal.

Wie reinigt man eine Entlötpumpe?

Während elektrische Entlötpumpen nur sehr selten gereinigt werden müssen, trifft das auf die mechanischen Versionen deutlich öfter zu. Das abgesaugte Zinn legt sich auf die Schraubfeder, den Kolben und die Innenwände des Zylinders. Das Ergebnis: Weniger Saugkraft und schwerfälliges Laden.

Zum Reinigen der mechanischen Entlötpumpe empfiehlt es sich, das Gerät einmal vollständig auseinanderzubauen.

Zum Reinigen der mechanischen Entlötpumpe solltest du sie vollständig auseinanderbauen.

Lege die Einzelteile ordentlich vor dich hin. Leichten Staub solltest du mit einem Pinsel, hartnäckige Verklebungen mit einem Schraubenzieher entfernen.

Achte besonders darauf nichts zu verkratzen oder zu beschädigen. Behandle die Einzelteile gründlich mit Silikonspray oder KFZ Fett und baue die Entlötpumpe wieder zusammen.

Kleiner Tipp: Halte die Öffnung der Spitze mit einem Finger zu und betätige den Knopf der geladenen Entlötpumpe. Wenn sich jetzt die Feder nur schwer oder gar nicht öffnet, ist ein Unterdruck entstanden und die Pumpe funktioniert wieder. Schnellt sie stattdessen zurück, ist die Pumpe entweder nicht gut genug gereinigt worden oder sie ist kaputt.

Fazit

Eine Entlötpumpe kann sich für den Hobbyhandwerker oder für den Profi lohnen. Dabei sind die mechanischen Entlötpumpen eher für den gelegentlichen Gebrauch geeignet; die elektrische Version ist für häufiges Entlöten sinnvoller. Insgesamt ist das Entlöten kein besonders teurer oder schwieriger Prozess. Ein bisschen Übung ist aber gerade am Anfang notwendig. Hast du noch nie entlötet, übe vorher lieber ein bisschen an einer Testplatine.

Bildquelle: 123rf / 74360114

Warum kannst du mir vertrauen?

Testberichte